Langsamer Walzer
Der Langsame Walzer ist ein Gesellschafts und Turniertanz im 3/4-Takt. Der Langsame Walzer ist einer der klassischen Standardtänze und wird normalerweise bei etwa 30 Takten pro Minute getanzt. Um 1870 entwickelte sich in den USA eine sanftere Form des Wiener Walzers, der unter dem Namen Boston bekannt wurde. Diese Version behielt die für den Wiener Walzer charakteristischen drehenden Figuren bei, wurde aber zu einem langsameren Tempo getanzt. Um 1920 entwickelte sich daraus in England der Langsame Walzer, der wegen seiner Herkunft auch „English Waltz“ genannt wird. Andere Quellen geben allerdings auch den österreichischen Ländler als „Urvater“ des Langsamen Walzers an. Wie auch immer, die Tänzer nutzen das langsamere Tempo, um den Walzer um weitere Figuren zu bereichern, die damit das Tanzen interessanter machen. Der Langsame Walzer wird ausschließlich in geschlossener Tanzhaltung getanzt.

Tango
Tango, auch Internationaler Tango, Europäischer Tango, Standard-Tango, Englischer Tango oder Ballroom Tango genannt, ist ein Gesellschaftstanz und Turniertanz, der paarweise getanzt wird. Der Internationale Tango entstand um 1910 in Europa. Reisende der oberen gesellschaftlichen Klassen brachten von ihren Reisen nach Buenos Aires in Argentinien den Tango Argentino nach Paris in Frankreich. Die dortige konservative Oberschicht empfand den Tanz jedoch als „wild“ und „anstößig“ und wollte eine weitere Verbreitung vermeiden. Britische Choreografen nahmen sich schließlich des Argentine Tango an und passten ihn stilistisch den gesellschaftlich akzeptierten Standardtänzen an. Das Ergebnis war der Internationale Tango, der in seiner Form bis heute keine wesentlichen Veränderungen mehr erfahren hat.

Slow Foxtrott
Der Slowfox (auch Slow Foxtrott) ist ein Standardtanz, der im 20. Jahrhundert in England aus dem Foxtrott entstand. Der Slowfox ist ein typisch englischer Standardtanz. Er wird charakterisiert durch fließende raumgreifende weiche Bewegungen und verkörpert von allen Standardtänzen am besten das englische Understatement. Es wird gesagt, dass man beim Slowfox eine volle Tasse auf den Kopf der Dame stellen können muss, ohne dass ein Tropfen verschüttet wird.

Wiener Walzer
Der Wiener Walzer ist ein Gesellschafts- und Turniertanz, der paarweise getanzt wird. Der Walzer, zur Unterscheidung vom Langsamen Walzer (English Waltz) und dem Französischen Walzer, meist Wiener Walzer genannt, ist der älteste der modernen bürgerlichen Gesellschaftstänze. Er wird in den 1770er Jahren erstmals in einer Komödie des Bernardon-Darstellers Felix von Kurtz erwähnt und wurde vor der Französischen Revolution berühmt, weil er das aristokratische Menuett als maßgebenden Gesellschaftstanz verdrängte. Im Gegensatz zum Langsamen Walzer gibt es beim Wiener Walzer kein Heben und Senken. Das Paar bewegt seinen Schwerpunkt in gleichbleibender Höhe über das Parkett, so dass sich die Köpfe praktisch nicht auf und ab bewegen. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Drehbewegung, die nur bei den geschlossenen Übergängen sanft unterbrochen wird.

Quickstep
Der Quickstep ist ein Standardtanz und hat sich aus Foxtrott und Onestep entwickelt. Der Quickstep soll überquellende Lebensfreude ausdrücken. Er wird auch als „Champagner unter den Tänzen“ bezeichnet, um das Spritzige und Freudige des Tanzes zu charakterisieren.